Heimat- und Geschichtsverein Weiskirchen e.V.
Heimat- und Geschichtsverein Weiskirchen e.V.

Aktuelles

 

Am 1.11.2019 starten wir unsere neue Ausstellung. Zusammen mit dem Geschichts-und Kulturverein Hainhausen zeigen wir die Funde von der Ausgrabung an der Wasserburg in Hainhausen. Um 19 Uhr hält Frau Krömer von der unteren Denkmalbehörde einen Lichtbildervortrag. Daran anschließend eröffen wir die Ausstellung mit den Funden.

 

Auf der Wasserburg in Hainhausen lebten einst die Herren von Hagenhausen, die sich später von Eppstein nannten. Sie stellten mehrere Erzbischöfe von Mainz und verhalfen Rudolf von Habsburg auf den Deutschen Königstron.

Unsere Funde zeigen, dass auf der Burg eine Hochadelige Familie lebte.

 

Auch am darauf folgenden Sonntag ist die Ausstellung von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Dann gibt es auch wieder Kaffee und Kuchen.

 

 

Jüdisches Leben in Weiskirchen

Im 17. Jahrhundert hören wir erstmals von jüdischen Bürgern in Weiskirchen. Als nach dem 30jährigen Kireg die Einkünfte des Pfarres in einem Pfarrbuch niedergeschrieben wurden heißt es dort;" Ein jeder Schutzjud muss auf das neue Jahr dem Pfarrer 30 Kreuzer zahlen, wie es in dem ganzen Erzstift und Mainzer Kurlanden üblich ist". Gegen Mitte 18. Jahrhunderts tauchen in den Viehhandelsprotokollen im Amt Seligenstadt 2 Juden aus Weiskirchen auf. 1766 wird der Schutzjude Gedalien oder Gedalje in der Kirchenrechnung genannt. 1793 beantragt er in seinem Haus eine Gebetsstube einrichten zu dürfen, da die Zahl 10 der gebetsfähigen Männer vorhanden sei. Dies wurde genehmigt und so kam es, dass das Haus des Schutzjuden schon im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts im Brandkataster Weiskirchens als Synagoge geführt wurde. 1821 lebten in Weiskirchen die Schutzjudenfamilein Kalmann Schönberg, Marodäus Meyer, Abraham Schönberg und Aaron Schönberg. Die Aufnahme nach Weiskirchen beantragten Juden aus Heusenstamm, Spachbrücken und sogar aus Altona bei Hamburg. Der reichste Einwohner Weiskirchens war um 1850 der Händler Mendel Meyer. Er war in Groß Steinheim geboren und heiratete eine Tochter der Familie Schönberg. Für seine Aufnahme als vollwertiger Bürger der Gemeinde Weiskirchen verlange der Gemeinderat eine Summe von 1500 Gulden. Als er 1870 starb hatte sein Nachlass einen Wert, der den der Bauern um ein vielfaches überstieg. Allein die Chaise war 500 Mark wert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in Weiskirchen die jüdischen Familien:

 

Fuld, Hauptstraße 48

Meyer, Hauptstraße 52

Meyer, Hauptstraße 63

Wetterhahn, Hauptstraße 91

Schönberg, Hauptstraße 85

Meyer, Schillerstraße 7

Lilienthal, Falltorstraße 4

Lilienthal, Waldstraße 4

 

Fortsetzung folgt.